Jun 19
Heute das Spiel, bzw. den Sieg gegen Portugal in unserem "Fußballhaus" am Verein mit 30-40 Leuten über Beamer geschaut. Das war eine unglaublich coole Stimmung. So macht EM doch richtig Spaß! Des Weiteren wurde hier mal richtig gehupt und es war nicht so still auf den Straßen wie nach dem Österreich Spiel. Mittwoch gibt es die Fortsetzung und ich hoffe, dass diesmal nicht im Halbfinale Schluss ist. So ein Beamer will schließlich benutzt werden!

Geschrieben von Michael Boll

Tags für diesen Artikel: ,
Jun 12
Ja es ist EM, aber dass ist nur das zweit wichtigste Fußballthema in den letzten Tagen. Wie ich bereits im letzten Beitrag schrieb spielten wir mit unserer C-Jugend die Qualifikation zur Leistungsklasse in Düsseldorf. Und was soll ich sagen: Bart ab hat keinen Einfluss auf das Ergebnis. Nach einem 3:0 im ersten Spiel haben wir den Aufstieg mit einem 7:1 im zweiten Spiel klar gemacht. Schade irgendwie, dass es so deutlich war, da kommt dem Schlusspfiff keine erlösende Funktion zu. Wasserschlacht gab es trotzdem. (bin nach ca. 20min wie ein kleines Mädchen ins Auto geflüchtet, nicht ohne vorher so richtig ausgeteilt zu haben... Irgendwie hatten es danach alle auf mich abgesehen...)

So und jetzt zur EM: Deutschland 2 mal über Beamer gesehen. Die 380 Euro haben sich wirklich gelohnt! Das erste Spiel in trauter Runde und heute das zweite bei uns im Fußballhaus am Verein mit 50-60 Leuten (davon 2 Kroaten). Weil das Spiel so unglaublich schlecht war, schreib ich einfach mal an dieser Stelle nicht weiter, merke mir aber, dass man sich, sollte man irgendwie an der Brust leicht getroffen werden, man sich das Gesicht halten muss und am Boden rumrollen als wäre man gerade voll gegen Oliver Kahn gelaufen, als dieser doch einfach nur spielen wollte.
Jetzt geht es am Montag gegen Österreich und ich habe wirklich die Hoffnung, dass irgendwer dem Thorsten Frings erklärt das er keine einzige Standardsituation mehr ausführen darf. In diesem Bereich können unsere C-Jugend Spieler dem wirklich noch etwas erklären z.B. "Ecken sollten in die Nähe von eigenen Spielern fliegen!"

Geschrieben von Michael Boll

Tags für diesen Artikel: , ,
Jun 4
Vor 11 Tagen und damit genau eine Woche vor unserem ersten Qualifikationsspiel habe ich beschlossen mir meinen Bart erst wieder abzurasieren wenn die Quali vorbei ist. (Dieses ist hoffentlich am kommenden Samstag der Fall) Hierbei habe ich leider 2 Sachen nicht bedacht.
1. Ich sehe einfach unglaublich dämlich aus mit Bart. Klar fallen jetzt jedem dumme Sprüche ein, aber nein, der Bart macht wirklich nichts besser.
2. Bart nervt! Das ist einfach ein unangenehmes Gefühl im Gesicht. Für gewöhnlich habe ich einen 3 Tage Bart, was vor allem dafür Gedacht ist, dass ich nie wieder meinen Ausweis vorzeigen muss, wenn ich alkoholische Mixgetränke kaufe. Mit diesen kurzen Haaren haben ich kein Problem, aber alles was darüber hinausgeht nervt mich unglaublich.

Nun werde ich gleich ins Bad gehen und vor der Frage stehen ob das Ding jetzt ab kommt oder Nicht. Rasier ich mich gleich und schaffen wir die Qualifikation dann nicht, weiß ich was ich nächstes Jahr besser machen muss. Oder ich lass es bis Samstag und... Ne das Ding kommt gleich ab. Wie man sich sowas freiwillig wachsen lassen kann...

Geschrieben von Michael Boll

Tags für diesen Artikel:
Jun 3
In Montana und South Dakota gehen heute Nacht nach 5 Monaten die US-Vorwahlen der Demokraten und Republikaner zu Ende. Während McCain bereits als Kandidat der Republikaner feststeht, dürfen die Demokraten noch weiter spielen auch wenn da eigentlich alles klar ist. 31 "pledged delegates" sind in den beiden Staaten zu holen und Obama führt mich 117 Stimmen. Klares Ding, selbst in den USA. Das alles ist auch nicht meinen ersten Blogeintrag wert.
Was ich mich seit nun 5 Monaten frage ist: Ist das US Wahlsystem besser als das deutsche? Erinnern wir uns an 2000 und Florida, wird sich wohl jeder denken, dass eine Demokratie doch schon besser ist, aber auch darum geht es mir nicht. Was ich meine ist das stark auf Personen bezogene Wählen. Hier kann man vielleicht anführen, dass das politisches Programm wichtiger ist, als die im Fokus stehende Person. Dieses würde aber voraus setzen, dass das Parteiprogramm einer Mehrheit bekannt ist. Dieses wage ich durchaus (mit Recht) zu bezweifeln.
Nun haben wir in den USA Wahlkampfveranstaltungen in Basketballhallen, zu denen mehrere Tausend Menschen erscheinen, was in etwa die Einschaltquote von politischen Sendungen in den dritten Programmen zu nachtschlafender Zeit sein dürfte (und diese Auftritte finden so gut wie jeden Abend statt). Eine große Masse lässt sich für Politik begeistern und setzt sich mit dieser auseinander. In diesem "Uni-Spiegel" der bei uns in der Mensa das Warten auf die Kommilitonen erträglich gestaltet, war in der letzten Ausgabe ein Artikel über Wahlhelfer in den USA, die für ein warmes Mittagessen ihre Ferien opfern oder mal ein Semester schmeißen um die Wahlkämpfe "ihrer" Kandidaten zu organiseren bzw. zu unterstützen. Politik spielt im Alltag durch den Fokus auf die Kandidaten somit wohl eine größere Rolle, oder kann sich jemand Vorstellen, dass Angela Merkel den ISS Dome mietet und dort vor einer jubelnden Menge drüber spricht, dass die gestern den kleinen Peter getroffen hat, dem sie es schuldig ist, ein besseres Schulsystem einzurichten und das alles bei einem CDU internen Vorentscheid?
Die Frage die sich mir nun stellt ist: Ist das US System damit wirklich politischer oder rückt die Politik durch die Kandidaten soweit in den Hintergrund, dass sie keinen mehr interessiert. Da aber verschiedene soziale Gruppen in jedem US-Staat die gleichen Kandidaten wählen, muss es ja irgendwas mit Politik zu tun haben, da diese Menschen ihre Bedürfnisse durch diesen Kandidaten wohl am Besten verstanden wissen. Ich für meinen Teil finde das US-System demokratischer, zumindest in der Theorie. Und in dem Moment wo etwas demokratisch ist und die Bevölkerung den Eindruck hat mit ihrer Stimme etwas bewegen zu können, interessiert man sich auch für Politik. Wenn aber der Eindruck aufkommt, dass alle politischen Parteien eh gleich sind beginnt die Politikverdrossenheit. Ich würde gerne mal in Deutschland das US-System erleben, nur würden die Kandidaten hier die gleiche Masse an Geldgeber ansprechen können? Laut CNN.com hat Obama im Vorwahlkampf bisher 240 Millionen $ an Spendengeldern bekommen. Hillary Clinton nochmal 195 Millionen $. Gute 400 Millionen, damit das ganze Land sieht, wer man ist und was man vertritt. Im Mittelalter hat man sich auf ein Podest gestellt und Geschrien, aber da kannte man ja auch noch nicht Florida.

Kleine Anmerkung am Rande. Diese Touchdisplays aus dem CNN Studio brauch ich unbedingt! Damit eine Mannschaftssitzung vom Fußball. Das wär genau das Richtige!

Geschrieben von Michael Boll

Tags für diesen Artikel: , ,