Apr 26
Eine weitere Übung aus dem Blockseminar. Diesmal 3 Begriffe: Turan Alabas, Bestatter, ständiges Haare aus dem Gesicht nehmen:
Geschrieben werden sollte etwas zum Tod der Person, ein Nachruf oder etwas in der Richtung:

Viel zu geben hatte Turan Alabas. 15 mal wurde er in den letzten 6 Jahren seines Lebens Vater. War er doch ein netter Mensch, wann man ihn das erste mal traf. Nicht gerne traf man ihn, wenn er beruflich unterwegs war. Bestatter war er. Einen gut laufenden Familienbetrieb hatte er übernommen und diesen auch in den schwierigen Zeiten der letzten Jahre immer gewissenhaft geführt. Leider musste er Entlassungen vornehmen. "Es sterben einfach nicht mehr genug Leute" hatte er des öfteren gesagt. Schwer zu glauben, dass er nicht die Wahrheit sprach. Immer strich er sich das Haar aus dem Gesicht bevor er anfing zu sprechen. Auch als er vor einiger Zeit vor der Tür der Familie Reinholds stand und erklärte, wie es dein sein könnte, dass sich Opa Reinholds irgendwie nicht mehr in seinem Geschäft befinden. "Er muss wohl irgendwie weggekommen sein." Naja manchmal fiel er vielleicht etwas schwerer ihm zu glauben. Aber dennoch hatte er natürlich einen guten Ruf im Dorfe. Vor allem beim Stammtisch der "Blutgrätscher Ü35", dem leider einige Spieler inzwischen fernblieben. Vor allem nach der letzten Weihnachtsfeier. Die war extra ohne Spielerfrauen. Aber da konnte Turan Alabas nicht. Er hatte andere Verpflichtungen. Komisch ihn da jetzt Blut verströmt vor mir liegen zu sehen. "War wohl eine schneller" dachte ich bei mir und steckte die Axt wieder weg und ging durch die eingeschlagene Tür nach draußen, den Weg entlang den vielleicht auch Opa Reinholds genommen hatte.

Geschrieben von Michael Boll

Apr 26
Freitag und Samstag hatte ich ein Blockseminar in Germanistik zum Thema "Geschichten schreiben".
In der ersten Übung ging es darum, dass man 5 Begriffe hatte und daraus einen Text schreiben sollte und das direkt ohne groß zu überlegen.
Die von mir verwendeten Begriffe sind: Mallorca und schwarzer Kimono:

Landschaftlich sicherlich schön, doch dafür ist Mallorca, gerade hier in Deutschland, nicht bekannt. Verbindet man mit dieser Insel doch eher Horden besoffener, laut gröllender Jugendlicher, die gerade die Freuden des ersten Urlaubs ohne Mama und Papa erfahren, als unberührte Natur und Wanderwege. Billigflugreisen in den Süden werden wahrscheinlich auch eher gebucht, wenn Musik, Alkohol und weitere Freuden des Nachtlebens auf den Kunden eines Flugtickets zum Preis von 19€ zzgl. Kerosinzuschlag und Flughafengebühr warte, als idyllische Landschaften ohne Klingeltonmusik und Strohhalme, so lang, dass selbst ein ausgewachsener Elefant nicht genug Kraft hätte die Mischung aus Rotwein und dem was Tisch 7 übrig gelassen hat anzuziehen. Vielleicht ist es aber auch der einzige Ort, wo man einen schwarzen Kimono tragen kann ohne aufzufallen. Apropos Auffallen und Kleidung. Bald ist wieder Mayday. Da wünscht man sich ja schon fast Klingeltonmusik und hofft, dass Tisch 7 möglichst viel Alkohol hat stehen lassen. Oder man geht einfach mal wandern, auf Mallorca, für 19 € zzgl Kerosinsteuer und Flughafengebühr...

Geschrieben von Michael Boll